Analogisches Schließen in der islamischen Rechtswissenschaft
von Prof. Ahmad Hasan
Über das Buch
Qiyas (Analogie) ist eine der vier Quellen des islamischen Rechts. Im Unterschied zu anderen Formen des ijtihad ist es ein Prozess systematischen Denkens, um die Rechtsregel zu ermitteln. Es beruht vollständig auf einer Autorität, die der Qur'an, die Sunnah oder Ijma sein kann. Es ist das wichtigste Prinzip zur Ableitung von Regeln aus den ursprünglichen Quellen. Der Großteil des juristischen Materials in der Fiqh-Literatur ist das Ergebnis analogischer Schlussfolgerungen.
Die Studie umfasst 20 Kapitel. Sie behandelt das Konzept, die Regeln und die Anwendung von Qiyas (Analogie) im Recht. Die frühen Kapitel geben eine allgemeine Darstellung dieses Prinzips. Es folgen Kapitel, die eine detaillierte Analyse der Definition von Qiyas (Analogie), des ursprünglichen und des parallelen Falls, der Definition und Bedingungen der rechtlichen Ursache ('illah) sowie der Methoden zu ihrer Bestimmung bieten. Das Prinzip des istihsan (präferenzielle Begründung), die Regeln der unmittelbaren Ursache (sabab), der Bedingung (shart), des Hindernisses (mani) und die Kritik am Qiyas gehören zu den wichtigen Kapiteln.
Prof. Ahmad Hasan bedarf keiner Einführung für Studierende der islamischen Rechtswissenschaft. Sein erstes Buch The Early Development of Islamic Jurisprudence wurde weithin als gründlich recherchierte Veröffentlichung zu diesem Thema gelobt und ist seitdem in drei Auflagen erschienen. Sein zweites Buch The Doctrine of Ijma in Islam, erstmals 1978 veröffentlicht und 1984 nachgedruckt, wurde ebenfalls mit ähnlicher Anerkennung aufgenommen. Die vorliegende Arbeit behandelt das analogische Denken (Qiyas), das das Fundament des großen Bauwerks des islamischen Rechts bildet und nach Auffassung der meisten Usuliyyun (Autoritäten für die Prinzipien der islamischen Rechtswissenschaft) das vierte Prinzip unter den Quellen Tashri nach dem Qur'an, der Sunnah und Ijma ist.
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